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HNA Fotowettbewerb 2016

Mit der HNA als Medienpartner fand auch in diesem Jahr wieder ein
Fotowettbewerb statt.
Das Thema lautete:
"Nordhessen-Safari"

Die zahlreichen Teilnehmer/innen reichten mehr als 800 sehenswerte Fotos ein.

Hier geht es zu den Gewinnerfotos

 

 

Cornelius Nelo | Drucken |

Buldir Island – Vier Monate, Tag und Nacht Seevögel auf einem erloschenen Vulkan der Aleuten

Buldir Island liegt geographisch näher an Asien als an Amerika. Weder Fähre noch Hubschrauber landen dort, lediglich ein paar „Vogelverrückte“ verbringen hier den Sommer. Die Insel ist die artenreichste Seevogelkolonie der nördlichen Hemisphäre: 21 Seevogelarten brüten hier, davon 11 Alkenarten.

Als Teil eines Teams des US Fish- and Wildlife Service hatte Cornelius Nelo Gelegenheit, das Brutgeschehen hautnah mitzuerleben. In fünftägigen Zyklen galt es, hunderte Nester und Bruthöhlen von so ungewöhnlichen Arten wie Klippenmöwe, Gelbschopflund oder nachtaktive Bartalke zu kontrollieren – von Eiablage über Schlupf bis zum Ausfliegen der Jungvögel. Erschwert wurde die Arbeit durch ständige Nässe, dichte Vegetation und das poröse, von Millionen Bruthöhlen der Wellenläufer und Silberalken durchzogene vulkanische Erdreich. Auf der An- und Abreise entlang der Aleutenkette begegneten dem Team Albatrosse, Kurzschwanz-Sturmtaucher, Wale, Seebären und Seelöwen.

 

Papageitaucher in Whiskey-Sauce


Island 2014: Die weltweit bedeutendsten Kolonien des Papageitauchers sind vom Aussterben bedroht. Isländische Biologen warnen davor, dass 10 Millionen Vögel vergreisen könnten, ohne ausreichend Nachkommenschaft hervorgebracht zu haben.

Als Ursache für das dramatische Scheitern der Brutversuche seit 2005 wird die Erwärmung des Meeres angesehen. Das Ökosystem kippte und die Sandaalbestände als Hauptnahrung nestjunger Papageitaucher brachen zusammen. Besonders hart getroffen ist der Süden Islands, wo sich die größten Kolonien befinden.

Als wenn es die verbliebenen Vögel nicht hart genug getroffen hätte, werden sie auch noch bejagt, denn sie gehören traditionell zum Speiseplan vieler Isländer. Doch hat der Verzehr neue Bedeutung gewonnen, weil viele moderne Isländer meinen, mit ihm Status oder regionale Identität demonstrieren zu müssen. Als Eiweißquelle wäre der Vogel längst verzichtbar. Und nicht zuletzt wird ein wesentlicher Teil des Fangaufkommens von Touristen konsumiert. Die traditionelle Lebensweise ist also längst von kulinarischer Dekadenz überlagert. Klimawandel, Profitgier, ausschweifender Luxus und die Naivität der Touristen bilden eine tödliche Mischung. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage werden heute im Norden Islands, wo der Bruterfolg noch hoch ist, mitunter sogar mehr Vögel getötet, als dort historisch üblich war. Genau von hier aus müsste sich jedoch die isländische Gesamtpopulation regenerieren, wenn sich die Sandaalbestände im Süden, Osten und Westen eines Tages erholen sollten. Auf lange Sicht können daher wahrscheinlich nur wissenschaftlich begründete Fangquoten das Überleben der Papageitaucher in Island sichern. 

 

Über Cornelius Nelo

Cornelius Nelo beschäftigt sich als Fotograf vornehmlich mit Alkenvögeln, Kegelrobben und Wüsten. Erklärtermaßen möchte er in seinen Bildern die Schönheit von intakten Lebensräumen und deren Bewohnern zeitlos machen, arbeitet aber auch an kritischen Reportagen. Seine Bilder wurden unter anderem in MARE und BBC Wildlife gezeigt. Sein Buch „Robben an Nord- und Ostseeküste“ ist im Hinstorff-Verlag erschienen.

Weitere Informationen: www.corneliusnelo.com

 

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