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Gemeinsam der Krise begegnen - Deutsch-polnische Zusammenarbeit stand im Mittelpunkt des Gudensberger Neujahrsempfangs PDF Drucken E-Mail

Neujahrsempfang in Gudensberg: Die traditionelle Zusammenkunft im vollbesetzten Bürgerhaus bot wieder Gelegenheit, das kommunale Jahr im Rückblick zu betrachten, sie ermöglichte es aber auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen und die politische Welt ein wenig aus der Vogelperspektive zu betrachten. Sowohl Bürgermeister Frank Börner wie auch die Gäste aus der polnischen Partnerstadt Jelcz-Laskowice schilderten, was die kommunale Ebene mit der europäischen verbindet – und warum Europa besser ist als sein (gegenwärtig lädierter) Ruf.

Rund 400 Gäste ließen sich von den Überlegungen der Redner anregen und kamen, wie es Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert anregte, an einem langen Abend, der durch die deutsch-polnische Band Mikado Sphinx zusätzlich bereichert wurde, miteinander ins Gespräch.

 

„Seit gut 70 Jahren leben wir nun schon in Frieden und Freiheit – alles andere als Zufall und erst recht keine Selbstverständlichkeit“, sagte Bürgermeister Frank Börner mit Blick auf das Jahrhundertwerk der europäischen Einigung. Doch Europa wirkt nicht nur im Großen, es funktioniert auch vor Ort: Zum Beispiel bei der interkommunalen Zusammenarbeit im „Casseler Bergland“. Projekte der Chattengau-Kommunen werden hier mit EU-Mitteln gefördert. Eine mobile Bühne habe man  gemeinschaftlich anschaffen können, ein Projekt zum Geschichtserlebnis helfe, Traditionen zu bewahren. „Europa ist also überall sichtbar und erlebbar.“

 

In das gleiche Horn stieß Bogdan Szczęśniak, Börners Amtskollege aus Jelcz-Laskowice. Wer in die westpolnische Partnerstadt Gudensbergs komme, könne die positiven Wirkungen der EU-Projekte an vielen Stellen sehen. Die Arbeitslosenquote der postsozialistischen Phase von 30 % sank auf heute noch gerade einmal 4 %. „Mit harter Arbeit, Selbstvertrauen und Ausdauer erreichten wir persönliche Erfolge und bauten eine Bürgergesellschaft in Polen auf.“ 2017 feiert Jelcz-Laskowice 30 Jahre Stadtrechte. Ein guter Grund, meinte das Stadtoberhaupt, einmal zu Besuch nach Niederschlesien zu kommen.   

 

Den erstarkenden nationalen Egoismen zu widerstehen empfahl auch Jacek Pilawa, Abgeordneter des niederschlesischen Sejmniks, dem regionalen Parlament. Die deutsch-polnische Versöhnung sei noch heute, wo so vieles selbstverständlich erscheine, ein „Wunder“ und ohne historisch wirksame Gesten von beiden Seiten nicht vorstellbar. Pilawa erinnerte an den Kniefall Willy Brandts am Warschauer Ghetto und dem Satz aus dem Hirtenbrief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder: „Wir vergeben und bitten um Vergebung.“ Wohlstand erwachse aus Wissen. Heute müsse sich die europäische Staatengemeinschaft mehr denn je als Raum einer gemeinsamen wissenschaftlichen Entwicklung verstehen - im „Geist der Aufklärung“.

 

Deutsch-polnische Töne waren auch bei der musikalischen Begleitung zu vernehmen: Mikado Sphinx mit der charmanten polnischen Frontfrau Ewa Parna boten melancholische Chansons und poppige Polkas in (mindestens) drei Sprachen: deutsch, polnisch und in der Sprache der Musik, die alle verstehen.

 

Hier finden Sie die Redetexte:

* Bürgermeister Frank Börner, Gudensberg 

* Bürgermeister Bogdan Szczęśniak, Jelcz-Laskowice

* Abgeordneter Jacek Pilawa, Sejmnik Woiwodschaft Niederschlesien

 

 

 

 

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